
Vor genau einem Jahrzehnt öffnete der Marienhof in Wiener Neustadt seine Türen – und hat sich seither zu einem Wohnkonzept entwickelt, das in dieser Form einzigartig ist. Nun feierte das Team rund um Leiter Hermann Heinrich gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Ehrenamtlichen, Angehörigen und geladenen Gästen das zehnjährige Bestehen.
Eine lange Tradition der Pflege
Die Wurzeln des Marienhofs reichen weit zurück: Bereits 1882 zogen die Franziskanerinnen von der christlichen Liebe – die sogenannten Hartmannschwestern – ins Marienheim und legten damit den Grundstein für die Krankenpflege in Wiener Neustadt. Auf diesem Fundament entstand später der heutige Marienhof.
Da das alte Gebäude mit der Zeit nicht mehr den modernen Standards entsprach, wurde gegenüber ein neuer Bau errichtet. Nach mehrjähriger Planungs- und Entwicklungsphase konnte der Marienhof schließlich am 1. Juli 2016 eröffnet werden.
Ein Fest für die Gemeinschaft
Beim Jubiläumsfest stand nicht nur der runde Geburtstag im Mittelpunkt, sondern vor allem das, was den Marienhof ausmacht: Gemeinschaft, die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die bisher erreichten Erfolge. Für die passende Stimmung sorgte die Band „Pearl on the Rocks“, die Bewohner und Pflegekräfte zu gemeinsamen Tänzchen animierte.

Nachhaltigkeit als Herzensanliegen
Zu den wichtigsten Errungenschaften zählt der konsequente Weg in Richtung Klimaneutralität und Selbstversorgung. So sollen der Marienhof so autark wie möglich werden. Durch die Anschaffung von Soda-Anlagen konnten pro Jahr 1,2 Tonnen Plastik eingespart werden, und eine neue Solaranlage liefert mittlerweile hauseigenen Strom.
Doch auch der Komfort der Bewohnerinnen und Bewohner kommt nicht zu kurz: In wenigen Wochen werden neue Sonnensegel montiert, und bis zum nächsten Jahr soll das gesamte Haus klimatisiert sein.
Bewohner gestalten mit
Wie sehr im Marienhof die Ideen der Bewohnerinnen und Bewohner zählen, zeigte eine besondere Geste beim Fest: Kurt Hiess, Wohngruppensprecher und aktiver Ideengeber, überreichte seinen nächsten Wunsch an Ehrengast Vizebürgermeisterin Erika Buchinger – einen Schriftzug für die Außenmauer mit den Worten „Marienhof. Kraftort. Restituta.“
Ein gelungenes Fest, das eindrucksvoll zeigt, wofür der Marienhof steht: ein lebendiger Ort, an dem Menschlichkeit, Mitbestimmung und Zukunftsdenken Hand in Hand gehen.





